Rückblick auf „Krefeld unteilbar - Grenzenlos solidarisch“ am 13. Oktober 2018

Krefeld, den 16.10.2018

Das Wetter meinte es gut mit dem europaweiten Aktionstag gegen Rechts am Samstag, den 13. Oktober 2018. Die Sonne schien, es war warm und trocken.

Während in Berlin zur großen #unteilbar-Demonstration aufgerufen wurde, die – wie am Ende bekannt wurde – 242.000 Menschen auf die Straßen gebracht hatte, hatten wir in Krefeld zu „Krefeld unteilbar - Grenzenlos solidarisch: Für eine offene und frei Gesellschaft – gegen Rassismus und Ausgrenzung“ eingeladen.

Um 12 Uhr begann die Veranstaltung mit einer Kundgebung auf dem Lutherplatz. Das Grußwort sprach der Pfarrer der Lutherkirche. Um die 250 Menschen lauschten danach den Worten der Vertreter*innen von Kirchen, Parteien und anderen. Einen besonderen Jubel gab es, als ein persönliches Grußwort aus Berlin, von der dortigen #unteilbar-Demo, vorgetragen wurde.

Kurz nach halb 1 setzte sich die Demonstration dann in Bewegung. Angeführt vom Bündnisbanner mit der Aufschrift „grenzenlos solidarisch“ liefen die Teilnehmer über die Gladbacher Straße und die Lewerentzstraße in Richtung Corneliusstraße, wo die Veranstaltung enden sollte. Diese Route war gewählt worden, weil es in diesem Bereich in jüngster Zeit wiederholt zu Nazischmierereien gekommen war.

Immer wieder gesellten sich Menschen zu den Vorbeiziehenden. Es liefen Eltern mit (kleinen) Kindern mit, Paare, ältere Menschen. Darunter auch eine Frau, die den Krieg noch miterlebt hatte und sagte: „Ich stehe voll hinter dieser Veranstaltung und wofür sie steht. Ich habe das als Kind schon einmal erleben müssen. Wie der kalte Wind der Angst durch die Straßen zog, als die Braunen an der Macht waren. Wie so viele schwiegen, weil sie Angst hatten, geholt zu werden. Wie sie Juden hassten. Das darf sich nicht wiederholen!"

Gegen 13.15 Uhr erreichte der Demozug sein Ziel. Mittlerweile war er auf stattliche 500 Menschen angewachsen. Auf der Corneliusstraße gab es weitere Reden. Zuerst sprach der Pastor der St.-Josef-Kirche, womit sich ein wunderbarer Bogen zwischen den beiden Kirchen spann. Ihm folgten u. a. ein Besucher aus Amerika von den amerikanischen Grünen, diverse Parteivertreter*innen sowie die Vorstandsvorsitzende des Krefelder Flüchtlingsrats.

Die Veranstaltung endete mit dem Versuch, gemeinsam musikalisch „Schrei nach Liebe“ von den Ärzten zum Besten zu geben. Dies war jedoch nur halbwegs erfolgreich, doch eines ließen sich die Krefelder*innen nicht nehmen – der Ausruf „Arschloch!“, der in dem Lied vorkommt, wurde inbrünstig mitgesungen. Eine klare Ansage an alle Rückwärtsgewandten!

Bildergalerie KR unteilbar am 13.10.2018

KR unteilbar1.jpg
KR unteilbar2.jpg
KR unteilbar3.JPG
KR unteilbar4.jpg
KR unteilbar5.JPG
KR unteilbar6.JPG
KR unteilbar7.JPG




Lesung „KRefelder Geschichten“ am 30. November 2018 im Café Lentz

Krefeld, den 11.10.2018

In 2018 jährt sich die Pogromnacht zum 80. Mal. Das Bündnis Krefeld für Toleranz und Demokratie e. V. lädt daher

am Freitag, den 30. November 2018
von 19:00 bis 21:30 Uhr
zur Veranstaltung "KRefelder Geschichten – Verlorene Welt" ein.
Veranstaltungsort: Café Lentz, Lewerentzstr. 104, 47798 Krefeld
Eintritt frei.


Die Krefelder Autoren Barbarella Dura und Gerd Ruebenstrunk lesen aus autobiografischen Texten von Rudolf Hirsch, Richard Errell und Ernst Loewy, die Einblicke in das Alltagsleben Krefelder Juden bis 1938 geben. Die Texte werden ergänzt durch dokumentarische Randnotizen.

Musikalisch wird der Abend durch die Gruppe „Scherele“ mit Klezmermusik und jiddischen Liedern begleitet – mit einem unbändigen Rhythmus und voller Lebensfreude, doch zugleich zu Herzen gehend und voller Melancholie.




"Krefeld unteilbar" am 13. Oktober 2018

Krefeld, den 8.10.2018

Am 13.10 ist ein europaweiter Aktionstag gegen Rechts, wo unter anderem in Brüssel, Paris, Berlin, Dortmund etc. Kundgebungen und Demonstrationen gegen Rechts stattfinden.

Dazu gibt es den bundesweiten Aufruf #unteilbar, den das Bündnis Krefeld für Toleranz und Demokratie e.V. mit gezeichnet hat.

Wir schließen uns diesem Protest an und rufen hier in Krefeld zu einer Demonstration auf

Krefeld unteilbar
Grenzenlos solidarisch
Für eine offene und frei Gesellschaft – gegen Rassismus
und Ausgrenzung

Samstag, 13. Oktober 2018, von 12 bis 14 Uhr
vom Lutherplatz
zum Platz an der Corneliusstrasse



Den Flyer können Sie hier herunterladen.




Rückblick auf das 12. Fest ohne Grenzen am 1. September 2018

Krefeld, den 8.9.2018

Das Wetter meinte es gut mit uns. Bei strahlendem Sonnenschein eröffneten die vier Moderator*innen um 13 Uhr das 12. Fest ohne Grenzen. Sie sendeten solidarische Grüße nach Chemnitz und zogen symbolische Rettungswesten an, um auch die Seebrücke-Aktionen, die andernorts stattfanden, zu grüßen. Das offizielle Grußwort übernahm Krefelds Oberbürgermeister Frank Meyer. Er fand deutliche Worte zur aktuelle Situation in Krefeld, speziell auch im Hinblick auf die Umbenennung des Königpalast. Ihm folte ein Gespräch mit dem Leiter des Fachbereiches Migration, Herrn Pamp.

Der Tag wurde geprägt von unterschiedlichsten Darbietungen. Die Gruppe "Starke Wurzeln - starke Flügel" überzeugte mit mitreißender Tanzakrobatik, ebenso wie die Urban Dance Company Area 47, die die Besucher*innen komplett begeisterte. Es gab Interviews mit Menschen, die sich in Krefeld engagieren, und Frau Franz, die neue Leiterin der NS-Dokumentationsstelle Villa Merländer, wurde vorgestellt. Auch sie sprach klar und deutlich die Themen an, die viele der Anwesenden zurzeit beschäftigen.

Insgesamt 44 Stände hatten sich zum diesjährigen Fest ohne Grenzen angemeldet. Ein Rekord. Am Stand der Anarchistischen Gruppe Krefeld bildete sich am Nachmittag eine lange Schlange. Unter den Kindern hatte sich herumgesprochen, dass es dort Zuckerwatte gab. Auch sonst wurde bestens für das leibliche Wohl gesorgt. Ob authentische syrische oder türkische Küche, ob Falafel oder portugiesische Köstlichkeiten, ob vegane Hotdogs oder Spezialitäten aus Sri Lanka. Die Besucher*innen ließen es sich gut gehen. Bei einer Tasse eriträischen Kaffees wurde diskutiert, es wurden "Häuser" für die Aktion "15 m² Partizipation" gebastelt, sich an den Parteiständen informiert und der Comiczeichner Jari Banas ging mit "Stift, Sternenstaub und EINHÖRNER GEGEN RASSISTEN!!!" vor.

Die Stimmung war entspannt. An den Tischen und Bänken, die der Organisator des Festes, das "Bündnis Krefeld für Toleranz und Demokratie e. V.", auf der Corneliusstraße aufgestellt hatte, saßen kleine und große Menschen, unterhielten sich, ließen es sich schmecken und lauschten der Musik. Besonders am Nachmittag war es rappelvoll.

Als "Rock am Ring", die Band der Krefelder Lebenshilfe auf der großen Bühne loslegte, gab es kein Halten mehr. Die Musiker*innen wissen einfach, wie man die Menge zum Toben bringt. Es wurde mitgeklatscht, gesungen und getanzt. Vor dem nächsten Auftritt sprach der Vorstandsvorsitzende des beliebten Krefelder Folklorefests ein Grußwort und brachte eine Überraschung mit. In diesem Jahr hatten das Folklorefest und das Fest ohne Grenzen zusammengefunden, gemeinsam geworben und sich gegenseitig unterstützt. Dies soll auch in 2019 so weitergehen, und die "Initiative Folklorefest e. V." wird dem Fest ohne Grenzen nächstes Jahr eine Musikgruppe als "Nach-Konzert" (quasi als Abschluss der beiden aufeinander folgenden Festwochenenden) sponsern.

Um kurz nach 18 Uhr traten "Buntes Herz" aus Köln auf, die bereits im letzten Jahr dabei gewesen waren. Aufgrund der durchweg positiven Reaktionen waren sie wieder eingeladen worden. Und auch diesmal riss ihr Auftritt die Besucher*innen mit. Ihr Mix aus arabischer und kurdischer Folklore und "westlichem" Rock passte perfekt zum Fest und überzeugte Alt und Jung. Gleiches galt für Raman, der allein mit seiner Gitarre und seiner Stimme die Zuschauer*innen in seinen Bann zog. Als Abschlussact trat die Krefelder "Bobby Amazonas Band" auf. Sie holten noch einmal das Letzte aus den Zuhörer*innen heraus, denn ihre Spielfreude war ansteckend und ihre Musik abwechslungsreich und lebendig.

Um kurz nach 21 Uhr endete das 12. Fest ohne Grenzen. Und wir sagen DANKE!

Unser Dank geht an alle Besucher*innen, die neugierig auf das Fest ohne Grenzen waren.


Wir freuen uns auf das 13. Fest ohne Grenzen!

Hier zwei Bilder vom Fest, es gibt auch eine Bildergalerie
Fotos: Hadi Ghanaat und Bündnis Krefeld für Toleranz und Demokratie e. V.

Fest ohne Grenzen 2018

Fest ohne Grenzen 2018




Fest ohne Grenzen am 1. September 2018

Krefeld, den 3.8.2018

Samstag, 1.September 2018
13 Uhr bis 21 Uhr

12. Fest ohne Grenzen
gemeinsam gegen Rassismus
Corneliusstraße in Krefeld

MUSIK • ESSEN AUS ALLER WELT • PERFORMANCE • INFOSTÄNDE • KINDERFEST




Gemeinsam mit Euch feiern wir am 01.09.2018 unser Fest für Menschenrechte ...

und für ein schönes Leben für ALLE Menschen.

Es ist genug für alle da und friedliche Gesellschaften mit gleichen Rechten sind möglich.

Davon bleiben wir überzeugt, dafür arbeiten wir weiter UND feiern zum zwölften Mal für grenzenlose Solidarität.

Die Idee muss heute gestärkt werden:
ALLE Menschen haben das Recht auf ein sicheres und schönes Leben, unabhängig von Alter, Hautfarbe, Herkunft, Geschlecht und Glauben!

Das Fest ohne Grenzen ist ein sichtbares Statement dieser Idee hier in Krefeld und in unserem Stadtteil.

Jeder Mensch ist willkommen in Würde zu leben und mit uns zu feiern.

Wir freuen uns auf Euch.

Flyer Flyer




Den Flyer können Sie hier herunterladen:

Flyer


-->